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Beschreibung

Transdermales Implantat

Ein transdermales Implantat, auch Transdermal genannt, ist ein unter der Hautoberfläche liegendes Implantat, an dem sich mittels eines kleinen Gewindestabes Schmuckanbringen lässt.

Kleine Varianten des Transdermals werden als Microdermal bezeichnet. Sie stellen eine Form der Body-Modification dar.

Aufbau: Transdermals bestehen aus einem Stab mit Innengewinde, der fest mit einer unter der Haut liegenden, kleinen Platte verbunden ist. Auf dieses Gewinde können verschiedene Aufsätze geschraubt werden. Der Stab hat normalerweise einen Durchmesser von drei bis sechs Millimeter. Unter der Haut befindet sich die Platte aus Titan oder Stahl, welche für Halt sorgt. Eine Spezialform bilden die Microdermal, welche wegen ihrer geringen Größe und der meist einfachen Verheilung sehr beliebt sind.

Abheilzeit : Der Heilungsprozess ist von der Körperstelle abhängig und dauert meist mehrere Monate.

Komplikationen : Wundheilungsstörung , Wundinfektion , evtl. herrauswachsen

Achtung : Die Risiken sind dieselben wie bei Piercings.Die Platzierung spielt dabei offenbar eine große Rolle. Es kann sich empfehlen, den Schmuck beim Sport je nach Sportart, zu entfernen oder abzukleben.

Entfernen : Anders als Piercings können Microdermals nicht durch einfaches Herausschrauben vom Träger selbst entfernt werden. Microdermals lassen sich in der Regel ohne erneute Öffnung der Haut entfernen, dazu wird es mit einem speziellen Entfernungswerkzeug oder einem 1,2 mm Barbell aus der Haut gehebelt. In schwierigen Fällen kann ein 1-2 mm langer, kaum schmerzhafter Schnitt mittels Skalpell erfolgen.

Spezialform Microdermal

Microdermals (oder auch „Dermal Anchors“, „Hautanker“, „Skinplates“ genannt) sind spezielle Transdermals. Microdermal zeichnen sich durch ihre Größe und das einfachere Einsetzen aus. Der Fuß eines Microdermals ist etwa 2,5 x 7 Millimeter groß. Auch haben Microdermal in der Regel nur einen Stift zum Befestigen des Schmucks.

 

Verbreitung : Seit ihrer Einführung Mitte 2006 erfahren Microdermals einen regelrechten Boom und immer mehr Piercingstudios bieten sie an.

In der Anfangszeit wurde Nasenstecker-ähnlicher Schmuck verwendet. Eine Schlaufe unter der Haut sollte durch Einwachsen den Halt sicherstellen. Nach ersten Erfahrungen mit speziell für diesen Zweck hergestellten Implantaten wurde aber klar, dass damit die besseren Resultate erzielt werden. Heute gibt es schon mehrere Hersteller, welche Microdermals industriell herstellen und vertreiben.

Einige Frauen tragen Mikrodermalimplantate im Dekolletee als Ersatz oder Ergänzung von Halsketten. Auch im Gesicht, z. B. als optische Verlängerung der Augen, und an den Händen oder Fingern kommen sie regelmäßig zum Einsatz. Manche ergänzen bestehende Piercings, z. B. im Nabel- und Intimbereich, oder werden in Gruppen gestochen. Ein beliebter Einsatzzweck ist die Kombination mit (bestehenden)Tätowierungen, z.B. um Augen menschlicher oder tierischer Motive darzustellen oder zentrale Punkte geometrischer Figuren hervorzuheben.